56. Seminar mit Kozaki Sensei (Bericht)


Freitag

Freitag

Endlich war es wieder so weit! Nach langem, zweimonatigem Warten durfte am Wochenende vom 13. und 14.6. die Uni Mainz erneut KOZAKI Hiroshi (7. Dan Renshi) begrüßen. Doch nicht nur durften wir den Sensei selbst sondern auch seinen Sohn, Genta empfangen, der mit seinen Kämpfen für die Nationalmannschaft zusätzliche Erfahrung und Impulse mit einbringt. Ein starkes und energiegeladenes Trainingswochenende war zu erwarten.

Die Motivierten, die bereits am regulären Training des USC Mainz am Freitag den 12.6. im Fechtsaal der Uni teilnahmen, erwartete eine zusätzliche Trainingseinheit mit dem Sensei und seinem Sohn, da diese früher erschienen. Hier wurde bereits die Stimmung für den folgenden Lehrgang vermittelt.

kamae - seme - hannô - datotsu - zanshin

Samstag; kamae – seme – hannô – datotsu – zanshin

Am darauffolgenden Samstag begann dann offiziell der Lehrgang. Untypisch für den Sensei gab es dieses Mal eine Teilnehmerbeschränkung. Da das Thema des Lehrgangs Prüfung und Prüfungsvorbereitung war, richtete sich das Seminar ausschließlich an Rüstungsträger. Der Sensei erklärte hierbei, auf japanisch und übersetzt von Genta, dass es von zentraler Wichtigkeit ist, die Reihenfolge ‚kamae – seme – hannô – datotsu (waza) – zanshin*‚ unbedingt einzuhalten und das nicht nur in Prüfungen. Als Prüfer kontrolliere er immer die Übereinstimmung dieser Abfolge mit dem Kendo der Prüflinge, die natürlich mit steigender Dangraduierung umso höher sein soll. Von einfachen Übungen bis hin zu komplizierteren Techniken wurde immer wieder diese Reihenfolge geübt und verinnerlicht. Weiterhin wurde auch viel Kata trainiert, bei der der Sensei viel Wert auf Verständniss für die einzelnen Aktionen und Abfolgen innerhalb der Formen legt.

Sonntag

Sonntag

Sonntags wurden dann die angesprochenen Themen wiederholt und auch eine künstliche Prüfungssituation hergestellt, der sich die Teilnehmer stellen mussten. Um die Nervosität in Prüfungen abzubauen und somit so gut wie möglich seine persönliche Bestleitung zeigen zu können, solle im eigenen Training auch ab und zu eine Katavorführung durchgeführt oder eine Prüfungssituation hergestellt werden. Abgerundet wurden beide Tage natürlich mit viel Ji-Geiko, bei dem jeder sein schönstes Prüfungskendo zeigen sollte, mit der oben gennanten Reihenfolge immer im Hinterkopf.

Sonntag, mohan-geiko

Sonntag, mohan-geiko

Abschließend gilt zu sagen, dass dieser Lehrgang mit KOZAKI Hiroshi und seinem Sohn, Genta wieder einmal sehr lehrreich und gewinnbringend war und vor Allem auch viel Spaß bereitet hat. Das frisch Gelernte gilt es nun, im eigenen Training zu vertiefen und in Prüfungen anzuwenden.

(Stefan Kuhn)

*
hannô – Reaktion
datotsu – Hiebe und Stiche

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